
Geomatiker, Geomatikerin? Ach ja, das sind die Berufsleute, die unser Land vermessen. Das ist nach wie vor eine ihrer zentralen Aufgaben. Allerdings stehen ihnen dafür immer raffiniertere Vermessungsgeräte und -technologien zur Verfügung. Dies führt zusammen mit Fortschritten in der Informatik dazu, dass immer komplexere Geoinformationen auf immer vielfältigere Art verknüpft und für immer zahlreichere Zielgruppen nutzbar gemacht werden können.
Die zunehmende Komplexität des Berufsfeldes haben die Organisationen der Arbeitswelt zum Anlass genommen, um die berufliche Grundbildung ab 2010 neu mit drei Schwerpunkten anzubieten. Zentral für die Erhebung von Geoinformation ist und bleibt die amtliche Vermessung. Berufsleute mit diesem Schwerpunkt liefern unter Anleitung einer Geometerin, eines Geometers Vermessungsdaten für den Eintrag ins eidgenössische Grundbuch. Diese wiederum sind die Grundlage für die Geltendmachung von Eigentumsrechten, aber auch für Ingenieurvermessungen. Berufsleute mit Schwerpunkt Geoinformatik sind zuständig für die Analyse von Geodaten und ihre Aufbereitung und Nutzbarmachung für verschiedene Zielpublika, etwa für interaktive Portale oder 3D-Modellierungen. Diese Informationen dienen schliesslich auch den Berufsleuten mit Schwerpunkt Kartografie als Arbeitsgrundlage für topografische oder thematische Karten für die Print- oder die Screenpublikation.
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